Donnerstag, 10. Mai 2012

Don't wake me♥

Sag' mir nicht wenn ich sterbe, denn ich will es nicht wissen. Sag' mir nicht wenn du stirbst, denn 
ich will es nicht ertragen müssen. Wenn wir die Sonne nicht sehen können, sollten wir gehen.
Dorthin wo die Sonne scheint. Weck' mich nicht wenn ich Träume, denn ich will weiter von dem
Ort träumen, an dem niemand so schnell verschwindet.
Wusstest du, dass jeder Tag der erste Tag von dem Rest unseres Lebens ist? Sag' mir nicht das
du sterben willst, denn ich will es nicht hören. Sag' es mir nicht, denn ich könnte dich nicht
begleiten. Lass uns weiter träumen von dem Ort an dem niemand so schnell verschwindet.
Träumst du manchmal von einem Ort an dem jeder deinen Namen kennt? Willst du mir deinen
Namen verraten? Sag' ihn mir, ich vergesse ihn nicht mehr.
Kümmerst du dich um kleine Dinge? Sollte ich mich auch um all die kleinen Dinge kümmern?
Wozu sollten wir? Wir sollten in der Sonne liegen und einen Sonnenbrand bekommen, um zu
spüren, dass wir noch am Leben sind.
Sag' mir glaubst du an den Tag, an dem du geboren wurdest? War es schön?
Wir sollten jeden Tag ertragen, denn irgendwann kommt auch der letzte Tag, an dem wir in den
Schatten stehen. Eine geschwisterliche Umarmung, die uns sagt: "Wir sind am Leben, und
bleiben es."
Sag' mir wohin du gehen würdest, wenn niemand mehr deine Seite verlässt.
Sag' mir nur nicht wo die Straße endet, denn ich will es einfach nicht wissen. Nein, ich will es
nicht wissen.

Sag' es mir nicht. ♥


Inspired from the Song "Angels on the Moon" ♥

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Unzertrennlich

Es gibt eine kleine Papageienart, Agaponiden (Rosenköpfchen). Sie werden auch Liebesvögel, oder Unzertrennliche genannt, da sie ohne ihren Partner sterben würden.
Als ich neulich in einem Tierfachgeschäft war, habe ich gesehen, dass sie genau da diese Vögel verkauft haben. Mir ist sofort eine Geschichte in den Kopf gekommen, die ich sofort aufgeschrieben habe. ♥

Es war ein warmer Frühlingstag. Aber nicht irgendein Frühlingstag. Nein, heute war die Hochzeit eines jungen Paares. Sie hatten es Hals über Kopf entschieden. Als das Paar am Abend nach Hause kam, hatte er noch eine besondere Überraschung für sie. Er holte etwas hinter der Tür hevor. Es war mit einem Tuch bedeckt. Als er es ablegte, kam ein Altmodischer Vogelkäfig zum Vorschein. In ihm saßen zwei kleine Vögel. Sie hatten einen roten Kopf, der langsam ins gelb und von da aus ins grüne verliefen, sowie rote Schnäbel. Er sagte zu ihr, dass er sie einfach mitnehmen musste, als er sie im Laden gesehen hatte. Es waren Liebesvögel, die auch Unzertrennliche genannt wurden, weil sie für immer mit ihrem Partner zusammen bleiben. Mit den Partner den sie sich einst ausgesucht hatten, und den sie nie wieder verlassen würden.
Sie strahlte, denn es war ein wunderschönes Geschenk. Lange wollten sie zusammen sein. Genau wie die Vögel.
Doch...

Eines Tages wurde er krank. Er hatte eine schwere Lungenentzündung, die zu spät entdeckt wurde. Er wurde ins Krankenhaus gebracht, und sie blieb allein zurück. Nächte lang lag sie wach, hoffte dass ein Anruf kam. Ein Anruf der ihr sagte "Es ist alles Okay". Aber es geschah nicht. Es sollte nicht sein. Das Schicksal hatte es anders Vorgesehen.
Es war schon spät, als sie erschöpft auf dem Sofa einschlief. Die Vögel zwitscherten leise vor sich hin. Nah aneinander. 
Dann klingelte das Telefon. Sie schreckte auf. Rannte hin. Nahm ab. Schwieg. 
Die Vögel waren so still wie sie. Sie sagte nichts. Tränen liefen von ihren Wangen, und tropften hinab. Sie hatten nicht viel Zeit zusammen.
Wie ein Vogel, der zu schwach war um seine Flügel noch einmal in den Wind zu strecken und fort zu fliegen, war er zu schwach um seinen Körper weiterhin an das Leben zu binden.
Er war fort. Und sie war noch da. Allein. Sie setzte sich zu den Vögeln, die immer noch schwiegen. Als ob sie wüssten was geschehen war. Sie weinte. Die ganze Nacht.


Laut. Es war laut. Er schrie. Der Vogel schrie. Sie wachte auf, und sah benommen zu dem Käfig, aus dem der durchdringende Lärm kam. Was war los? Sie waren doch so still...
Wild flatterte einer der Vögel durch den Käfig. Nicht daran denkend aufzuhören. Als sie sich dem Käfig näherte, spührte sie, das etwas nicht stimmte.
Er, der kleine Vogel, lag regunglos auf dem Boden. Sie, der kleine Vogel, flog aufgebracht, schreiend - weinend im Kreis. Kraftlos sank sie zusammen. Nun war auch er, der kleine Vogel gestorben. Es war beiden, ihr und ihr, dem kleinen Vogel nicht vergönnt, für immer mit ihrem Partner verbunden zu sein. Sie sah aus dem Fenster. Es regnete.
Das war es, was das Schicksal für sie vorhergesehen hatte.